10.06.2009

Landesverband hat Verbesserungen angestoßen - Jetzt Zulassungsantrag stellen

Die Frist für die Zulassung der Schlachtbetriebe in der Direktvermarktung läuft Ende des Jahres ab. Wer den Antrag noch nicht gestellt hat, sollte unbedingt schnellstens handeln, um vor Ablauf der Frist noch die Zulassung zu erhalten.

Nachdem der Landesverband bayerischer, landwirtschaftlicher Wildhalter, die Bayerische Bauernmarktkonferenz und der Landesausschuss „Einkaufen auf dem Bauernhof“ mit der Handhabung und Auslegung in Bayern im vergangenen Winter sehr unzufrieden waren, wurde eine gemeinsame Unterschriftenaktion im Februar 2009 gestartet, um die Umsetzung und Auslegung in Bayern zu verbessern. 20.544 Unterschriften sind eingegangen.

Ein erstes Paket wurde Herrn Staatsminister Söder in Herrsching im Rahmen der Kreisobmännertagung des Bayerischen Bauernverbandes überreicht. Söders Zusage, bei der Auslegung so großzügig wie möglich vorzugehen wurde am 20. Mai mit seiner Staatssekretärin Huml nochmals in einem ausführlichen Gespräch erörtert.

Inzwischen wurden Dienstbesprechungen mit den Veterinärämtern geführt und das Augenmaß und der Dienstleistungsgedanke gegenüber den kleinen handwerklichen Betrieben in den Vordergrund gestellt. Auch bei einer Schulung der Amtstierärzte sollen gute Ansätze in der Betreuung der Direktvermarkter erörtert werden, so das Ministerium.

Die Vertreter der Direktvermarktung konnten mit der Aktion etwas in Gang bringen, das allen bei der Zulassung nun hoffentlich auch in der praktischen Erfahrung mit den Behörden zu Gute kommt. Spielräume stehen den Betrieben mit Recht zu. Der kleine handwerkliche Betrieb überschaut die Prozesse. Es gibt keine Probleme mit der Zuteilung von Verantwortlichkeiten, wie in Großbetrieben. Die Direktvermarkter leiden wie alle Landwirte bereits unter der bürokratischen Vorgaben.

Regionale handwerkliche Fleisch- und Wurstspezialitäten, handwerkliche Schlachtstätten, Hofkäsereien und kleine Eierproduzenten sichern regionale Lebensmittelkreisläufe, gehören zu unserem Bayernland, liefern sichere Lebensmittel, erhalten Arbeitsplätze, sind klimaschonend, verkürzen Tiertransporte, bewahren Esskultur und bieten vielfältigen Genuss. Ein bisschen mehr bayerische Lebensart gemäß dem Motto „leben und leben lassen“ wurde mit der Aktion angestoßen. Das ist gut so und wird weiter eingefordert werden. Über 20.000 Verbraucher haben dafür Ihre Unterschrift gegeben und gaben Ihrem Direktvermarkter damit Ihr Vertrauen. Danke schön an alle Beteiligten.
 
Im Bild oben: Teilnehmer des Gesprächs im Verbraucherministerium:
vorne von links: Prof. Dr. Günter Spatz, Vorsitzender des Landesverbandes der bayerischen landwirtschaftlichen Wildhalter, Frau Staatssektretärin Melanie Huml, Walter Zeitz, Vorsitzender des Landesausschusses „Einkaufen auf dem Bauernhof“, Regina Ettwein, BBV-Referentin für Direktvermarktung; hinten von links: Dr. Michael Mayer und Gerhard Zellner beides Beamte im Verbraucherministerium. Josef Wasensteiner, BBV-Referent für Vieh und Fleisch ist nicht auf dem Bild. © BBV

Im Bild unten: Umweltminister Markus Söder und Prof. Dr. Günter Spatz bei der Unterschriftenübergabe in Herrsching © BBV