19.12.2016

Regionalversammlung Oberpfalz am 18.11.2016

Am 18.11.2016 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Regionalverbandes Oberpfalz statt.

„Wir haben ein klasse Wildfleisch“

 
Mitgliederversammlung der oberpfälzischen Gehegewildhalter  
 
Werbung für Wildfleisch als ausgezeichnete Delikatesse machte Bezirksvorsitzender Martin Biegerl bei der Jahresversammlung der Oberpfälzer Wildhalter im Landgasthof Burkhard. „Wir haben ein sehr gutes Produkt und sollten auch verstärkt darauf aufmerksam machen“, forderte er seine Kollegen bei der Begrüßung auf. An dieser Stelle berichtete er über den gemeinsamen Stammtisch in Freistadt, der Ende April stattgefunden hat und großen Anklang fand. In 2017 sind nach seiner Auskunft auch wieder zwei Veranstaltungen dieser Art angedacht. Bei dieser Gelegenheit bat er seine Kollegen, sich für einen Treffpunkt mit Gehegebesichtigung zur Verfügung zu stellen. „Das ist eine hervorragende Möglichkeit, sich untereinander besser kennenzulernen“, bekräftigte er. Zudem rief er die Zuhörer auf, die Homepage vom Landesverband besser zu nutzen, die vorhandenen Kontaktdaten zu überprüfen und auf den neuesten Stand zu bringen. Gerne können auch Hoffeste und Veranstaltungen aller Art auf den Betrieben eingestellt werden. Genauso am Herzen lagen ihm Vorschläge für Verbesserungen sowie Anregungen und Ideen von seinen Kollegen am Herzen. „Ich bin froh und dankbar für jede Art von Gedanken von Euch“, ließ er wissen.
 
Die Grüße des Landesverbandes landwirtschaftlicher Wildhalter hatte Vorsitzender Max Weichenrieder mitgebracht. Eines seiner Themen waren dabei die Großen Beutegreifer, wobei er den momentanen Schutzstatus von Wolf und Luchs in Frage stellte. „Wir wollen, dass die beiden Tierarten wie der Biber und Kormoran behandelt werden“, erklärte Weichenrieder, der weiter meldete, dass die Wildhalter durch die Veterinärreform nicht betroffen sind. In Sachen Waffenrecht bat er die Wildhalter, sich bei Problemen in einigen Landkreisen mit Schalldämpfer-Genehmigungen zu melden. Die vier angebotenen Kurse zur Wurstherstellung aus Wildfleisch sind nach Angaben des Vorsitzenden sehr gut angenommen worden. Schließlich einnerte er seine Kollegen an die neuen Bestimmungen für Direktvermarkter hinsichtlich einer Registrierkasse bzw. eines Handbuches. Positiv bewertete Weichenrieder die Präsentation der Wildhalter beim ZLF. „Wir konnten uns gut darstellen und viele Besucher zeigten Interesse für unseren Betriebszweig“, lautete seine Bilanz. Informationen über die Fütterung von Gehegewild gab Helmut Bamler, Leiter des Lehr- und Versuchsgeheges Pfrentschweiher. Dabei stellte er fest, dass die Fütterung auf das Wild als Wiederkäuer abgestimmt sein muss und gab den Praktikern eine Reihe von Hinweisen und Tipps mit nach Hause.
 
Am Ende lenkte Fachberater Andreas Kosel vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf das Augenmerk auf das Parasiten-Monitoring, dass der Tiergesundheitsdienst (TGD) gemeinsam mit dem Landesverband angestoßen hat. „An diesem Projekt können sich alle Wildhalter jederzeit beteiligen. Es ist wirklich empfehlenswert, eine Übersicht über seinen Betrieb zu erhalten und daraufhin gezielt entwurmen zu können“, so Kosel, der darauf hinwies, dass sich eventuell gute Standorte mit wenig Belastung eine Entwurmung sparen können. Er plädierte dafür, frische Sammelproben zu machen und diese zur Untersuchung an den TGD zu schicken. Bei einem möglichen Bekämpfungsbedarf sollte zwischen Wirkstoffgruppen gewechselt werden.  
 
Quelle:Helga Gebendorfer
 
 
Foto: Wildhalter Opf.: Werbung für Wildfleisch aus landwirtschaftlichen Gehegen: (v.l.) Fachberater Andreas Kosel, der Bezirksvorsitzender Martin Biegerl und Landesvorsitzender Max Weichenrieder.