02.05.2017

Regionalversammlung Schwaben 24.03.2017

Die diesjährige Jahresversammlung fand wieder in der Braugaststätte Ursberg statt.

 
Vor der Versammlung hatten die Teilnehmer die Gelegenheit das 1,6 ha große Damwildgehege von Franz Singl in Münsterhausen zu besichtigen. Hr. Singl schlachtet die Tiere im eigenen Schlachthaus, das ebenfalls zu besichtigen war. Die Wildhalter konnten sich umfänglich über Erfahrungen austauschen.
 
Bei der anschließenden Versammlung konnte Benedikt Spieler  rd. 45 Teilnehmer/innen und Gäste begrüßen. Max Weichenrieder führte in seinem Bericht die Aktivitäten des Landesverbandes aus. Nach wie vor zieht der große Beutegreifer Wolf vermehrt durch Bayern  und wurde auch in Schwaben bereits gesichtet. Hr. Weichenrieder plädiert, für den Wolf geeignete Schutzzonen einzurichten und dicht besiedelte sowie landwirtschaftlich genutzte Regionen vom Wolf frei zu halten.
 
Nach dem Bericht der Verbandsaktivitäten wurden die Neuwahlen des schwäbischen Vorsitzenden und dessen Vertreter unter der Wahlleitung von Max Weichenrieder durchgeführt. In ersten Wahldurchgang wurde Benedikt Spieler  in seinem Amt als schwäbischer Vorsitzender bestätigt. Die Wahl des Stellvertreters viel auf Walter Albrecht. Als Beisitzer unterstützt Manuell Schilling weiterhin die schwäbischen Aktivitäten.
 
Hr. Gugel, Steuerberater bei der Steuerkanzlei Treukontax stellt die gesetzlichen Änderungen zur Kassenführung vor. Es ist auch nach der Gesetzesänderung weiterhin möglich, eine offene Kasse zu führen. Hr. Gugel weist allerdings darauf hin, dass hierzu Einzelaufzeichnungen nötig sind. Damit diese vom Finanzamt anerkannt werden, muss die Aufzeichnung handschriftlich erfolgen. Zusätzlich rät der Steuerspezialist den täglichen Kassensturz mit einem Zählprotokoll zu dokumentieren.
 
Anschließend berichtet Hr. Heß von Bayerischen Bauernverband in  München über die Vorschriften zur Kennzeichnung von Fleisch und Wurstwaren. Der Referent erläutert, welche Angaben auf den Etiketten verpflichtend aufgeführt werden müssen und wie die Etiketten beschaffen sein müssen. Dabei ist bei den Etiketten eine Mindestschriftgröße gefordert. Für die meisten Wildhalter dürfte allerdings die Kennzeichnung nicht nötig sein, da für Kleinunternehmen unter 10 Mitarbeiter und unter 2 Mio. € Jahresumsatz eine Ausnahmeregelung gilt.
 
Hr. Zettler vom AELF Pfaffenhofen stellt die aktuellen Zahlen der Gehewildhaltung in Bayern vor. Die Anzahl der Wildhalter ist geringfügig rückläufig. Bei den Tierarten ist eine Verlagerung vom Damwild zum Rotwild zu verzeichnen. Vom Freistaat Thüringen ist ein Grundlagen und Richtwertekatalog der landwirtschaftlichen Gehegewildhaltung erarbeitet und veröffentlicht worden. Der Katalog bietet viele Kennzahlen. Beispielhaft können Angaben für den Futterbedarf der Tiere oder Angaben zur Parasitenbekämpfung aus dem Katalog entnommen werden.
 
Am Ende der Veranstaltung berichtet Hr. Albrecht von den zurückliegenden Aktivitäten des Verbandes. In 2016 konnte ein Ausflug nach Bad Birnbach und sehr umfangreich besuchte Zerlegekurse in Achselschwang angeboten werden. Für 2017 sind bereits am 28. Mai ein Stammtisch bei Franz Schuster in Aislingen und ein Ausflug am 09. September geplant. Hr. Albrecht berichtet des Weiteren von einem Schreiben des Bundesamts von Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit über einen Ersatz vom Rompun TS zur Sedierung von Wildtieren. In dem Schreiben wird ein Präparat der tschechischen Firma Bioveta mit dem Handelsnamen Xylased genannt.

 
 
Quelle:Walter Albrecht