23.04.2009

„Schluss mit industriellen Bürokratievorgaben!“

Vertreter der bayerischen Gehegewildhalter, der Bauernmärkte und der Direktvermarkter haben heute im Rahmen der Kreisobmännertagung des Bayerischen Bauernverbandes fast 10.000 Unterschriften an Umweltminister Markus Söder überreicht.

Herrsching - Vertreter der bayerischen Gehegewildhalter, der Bauernmärkte und der Direktvermarkter haben heute im Rahmen der Kreisobmännertagung des Bayerischen Bauernverbandes fast 10.000 Unterschriften an Umweltminister Markus Söder überreicht. Ihre Botschaft an den Politiker: „Schluss mit industriellen Bürokratievorgaben!“ Gemeinsam mit vielen Verbrauchern, die sich ebenfalls an der bayernweiten Unterschriften Aktion beteiligt haben, schlagen sie Alarm.

Der Grund: Die EU-Hygiene-Vorgaben machen den kleinen Betrieben und auch dem Metzgerhandwerk schwer zu schaffen. So stünden zwei Drittel der Schlachtstätten in Bayern vermutlich zum 1. Januar 2010 durch das Zulassungsverfahren vor dem Aus.

„Wir brauchen eine Regelung, in der kleine handwerkliche Schlachtbetriebe deutlich anders als Großschlachthöfe behandelt werden“, forderten der Vorsitzende der Bayerischen Bauernmarktkonferenz Josef Unglert und der Vorsitzende der bayerischen Gehegewildhalter Prof. Dr. Spatz. Regionale handwerkliche Fleisch- und Wurstspezialitäten, handwerkliche Schlachtstätten und regionale Lebensmittelkreisläufe gehörten zu Bayern. Sie würden sichere Lebensmittel liefern, Arbeitsplätze erhalten, seien klimaschonend, Tiertransporte verkürzen, Esskultur bewahren und vielfältigen Genuss bieten.

Sie forderten Umweltminister Söder auf, den gesetzlichen Rahmen zu korrigieren und gemeinsam Lösungen mit den Betroffenen zu suchen im Sinne der Verbraucher.
 
Im Bild: Umweltminister Markus Söder und Prof. Dr. Günter Spatz © BBV