15.09.2017

Schwäbischer Wildhalterausflug

Die Wildhalter aus Schwaben besuchen am 9. September 2017 Tirol/Österreich.

Ausflug der schwäbischen und oberbayerischen Wildhalter nach Tirol/Österreich Am 09. September war es so weit. Der Omnibus unseres Wildhalterkollegen Schmid rollte in Nordschwaben los und sammelte nacheinander die schwäbischen und oberbayerischen Wildhalter zum Ausflug ein. Nachdem an der letzten Zustiegstelle alle Sitzplätze des Busses besetzt waren, ging es Richtung Tiro in Österreich.
 
Erstes Ziel waren die beiden Damwildgehege von Hannes Unterrainer in Bad Häring im Tiroler Inntal. Herr Unterrainer betreibt im Nebenerwerb mit Unterstützung seinen Eltern die beiden Damwildgehege mit einer Gehegefläche von 3,5 ha. Eines der Gehege liegt direkt am historischen Anwesen mit dem Hausnamen Dallnhof, das Andere am Fuße des Gebirgsmassivs, eingebettet von einem Altholzbestand. Durch das Gehege fließt klarstes Gebirgswasser. Herr Unterrainer vermarktet die Damwildkälber – im ersten Winter am Ende des Geburtsjahres – direkt an den Endkunden. Geschlachtet wird im eigenen Schlachthaus, das bereits seit Jahrzehnten besteht und im Zuge der österreichischen Übergangsregelung  im Jahr 1991 die begehrte EU-Zertifizierung erhalten konnte.
 
Anschließend ging´s weiter zum Wildpark Wildbichl, wo sich die Wildhalter im Gasthaus der Betreiberfamilie Greta und Richard Summerer mit einem herzhaften Mittagsschmaus stärken konnten.  Herr Richard Summerer führte nach dem Mittagstisch die Wildhalter durch seinen 8 ha großen Wildpark und erläuterte die Entstehung dessen. Zuerst ging es zu den Dam- und Rotwildgehegen, die auch gleichzeitig die Grundsteine des Wildparks im Jahre 1978 bildeten. Nachdem Herr Summer das große Interesse von vielen Besucherfamilien feststellen konnte, kamen über die Jahrzehnte immer mehr Wildtiere dazu. Heute zählt eine Vielzahl von Wildtieren wie zum Beispiel Luchs, Nutria, Steinböcke, Gämsen, Heidschnucken, und Wildschweine  zu den Besucherattraktionen. In den großzügigen Volieren konnten Uhus, Schnee-Eulen sowie der Waldkauz besichtigt werden. Herr Summerer erklärt beim Rundgang auch die Besonderheit des Standorts. Direkt vorbei am Wildpark führt die Deutsch-Österreichische Grenze, die laut Überlieferungen über viele Jahrhunderte von Schmugglern rege genutzt wurde. Zudem befindet sich ein paar hundert Meter entfernt die Ölbergkapelle Sachrang, die wiederholt hochrangigen Vertreter der Politik anzog.
 
Herr Summerer der auch im österreichischen Wildgehegeverband aktiv ist, wirbt die Wildhalter, dass aus seiner Sicht der Bedarf an Wildparks insbesondere in Bayern noch nicht gedeckt ist.
 
Nach der Wildparkführung nutzten einige Wildhalter die Zeit noch für einen kurzen Abstecher zur 500 m entfernten Bio-Sennerei Hatzenstädt.
 
Am späten Nachmittag ging´s dann weiter ins oberbayerische  Bad Feilnbach. Peter Huber begrüßte die Wildhalter an seinem idyllischen Anwesen Moosmühle. Herr Huber züchtet Dam- und Sikawild sowie Schottische Hochlandrinder. In den großzügigen Gehegen war ein überaus üppiges Futterangebot zu sehen. Zum letzten Mal an diesem Tage konnten sich die Wildhalter beim Abendessen austauschen, was bereits auch schon den ganzen Tag sehr rege genutzt wurde. Nach der abendlichen Stärkung im Cafe Moosmühle fuhren die Teilnehmer mit vielen schönen Erinnerungen an einen herrlich trockenen Septembertag in Tirol zu ihrer Heimat zurück.
 
Quelle: Walter Albrecht