25.11.2010
Wildpräsentation: Jetzt ist wieder Wildsaison
Der Landesverband Bayerischer landwirtschaftlicher Wildhalter e.V. hatte zusammen mit dem Landesjagdverband vergangenen Montag zur Wildpräsentation - der traditionellen Eröffnung der Wildsaison - in den Münchner Löwenbräukeller geladen.
Foto: v.l.n.r.: Chef des Löwenbräukellers, Christian Schottenhamel, Präsident des
Landesjagdverbands Bayern, Prof. Dr. Jürgen Vocke, Staatsminister Helmut
Brunner, Vorsitzender des Landesverbands Bayerischer
landwirtschaftlicher Wildhalter, Dr. Rudolf Kratzer, und Landesbäuerin
Annemarie Biechl.
Dr. Rudolf Kratzer, Vorsitzender des Landesverbands Bayrischer
landwirtschaftlicher Wildhalter verglich in seiner Rede die Qualität heimischen Wildfleischs mit Importware, vor allem aus Neuseeland. Das niedrige Preisniveau dieser Ware auf den
Großmärkten sei nur möglich, weil die Produzenten ihr Geld nicht in
erster Linie mit dem nach Europa exportierten Fleisch verdienten,
sondern mit dem Bastgeweih der Hirsche, die in Asien als Aphrodisiakum
verkauften. Ebenfalls weitgehend unbekannt sei die Behandlung des Fleisches mit
Impulsstrom nach dem Schlachten, was dieses„Stressfleisch“ (die Tiere
werden per Helikopter zusammengetrieben) wieder zart mache.
Wildfleisch aus Bayern bzw. Deutschland dagegen sei von Natur aus zart, denn es
reife auf natürliche Weise, und die Tiere erfahren keinen Stress bei der Schlachtung. Kein Wunder also, dass Wild mit regionaler Herkunft besonders gut bei den Verbrauchern ankommt. In den Gehegen der rund 2 500 landwirtschaftlichen Wildhalter im
Freistaat steht auf etwa 6 000 Hektar – das sind 40 Prozent aller
deutschen Gehegeflächen – vor allem Damwild, zunehmend aber auch
Rotwild. Die jährlich etwa 500 Tonnen Wildbret aus den bayerischen
Gehegen werden zum überwiegenden Teil direkt vermarktet.
Ein Verzeichnis bayerischer Direktvermarkter für Wildfleisch finden Sie hier.